Hortverlegung: Elterngremien mit Eil-Prüfantrag an Landratsamt und Schreiben an die Stadt Klingenthal

21.09.2026. Am 21. September 2026 richten der Elternbeirat und die Elternvertretung des Hortes Zwota an die Rechtsaufsichtsbehörde des Landratsamtes Vogtlandkreis die „Bitte um rechtsaufsichtliche Prüfung des Verfahrens zur geplanten Verlegung der Hortbetreuung an die Grundschule Klingenthal vor der Stadtratssitzung am 22.09.2026“. Mit Eil-Vermerk wird das Amt ersucht zu prüfen, ob die Verfahren bis zur anstehenden Entscheidung den rechtlichen Anforderungen entspechen. Kritisiert werden die fehlende Beteiligung der Eltern der Hortkinder und schulischer Gremien, die noch fehlende Betriebserlaubnis des Landesjugendamtes für den erweiterten Hortstandort im SportCampus, falsche Fristsetzungen und das Verfahren zu den personellen Entscheidungen für den zukünftigen Hort.

> DOWNLOAD Schreiben an das Landratsam vom 21.09.2026

> DOWNLOAD Anlage 1

> DOWNLOAD Anlage 2

> DONWLOAD Anlage 3

> DOWNLOAD Anlage 4

> DOWNLOAD Anlage 5

 

An die Oberbürgermeisterin der Stadt Klingenthal richtete sich am 21.09.2026 diese e-Mail der Elternbeiräte:

Betreff: Stellungnahme der Eltern des Hortes Zwota zur geplanten Verlegung der Hortbetreuung an die Grundschule (TOP 7 der Stadtratssitzung am 22.09.2026) – bitte um Zuleitung an alle Mitglieder des Stadtrates

»Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Sandner,

wir wenden uns heute als Elternbeirat der Kinder des Hortes Zwota an Sie, weil die geplante Verlegung der Hortbetreuung an die Grundschule bereits in der morgigen Stadtratssitzung beraten und beschlossen werden soll.

Nach unserem Dafürhalten ist die Entscheidung in der gegenwärtigen Form übereilt vorbereitet, und die gesetzlich vorgesehenen Beteiligungen haben bislang nicht stattgefunden.

1. Wir als Eltern der Hortkinder wurden vor der Entscheidung nicht im gesetzlich gebotenen Umfang beteiligt. Nach § 6 Absatz 1 SaKitaG wirken die Erziehungsberechtigten durch die Elternversammlung und den Elternbeirat an der Erfüllung der Aufgaben der Einrichtung mit und sind an allen wesentlichen Entscheidungen zu beteiligen, was ausdrücklich auch für die Fortschreibung und Änderung pädagogischer Konzepte gilt. Dasselbe ergibt sich aus § 22 a Absatz 2 Satz 2 SGB VIII, wonach die Erziehungsberechtigten an den Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Erziehung, Bildung und Betreuung zu beteiligen sind (ggf. der Horte) ist eine solche wesentliche Entscheidung. Eine Informationsschrift und eine Infoveranstaltung können diese Beteiligung nicht ersetzen. Eine Elternversammlung mit der Möglichkeit zur Stellungnahme vor der Stadtratssitzung hat nicht stattgefunden.

2. Bislang fehlt auch die Beteiligung der Schulgemeinde der aufnehmenden Grundschule. Uns ist bekannt, dass weder der Elternrat der Grundschule in die Planungen einbezogen wurde, noch die Schulkonferenz die beabsichtigte „Übernahme“ des Hortes erörtert hat. Dabei ist der Elternrat nah § 47 Absatz 2 SaSchulG gerade das Gremium, das die Interessen der Eltern gegenüber der Schule, dem Schulträger und den Schulaufsichtsbehörden vertritt und gegenüber der Schulleitung über ein Auskunfts- und Beschwerderecht verfügt. In der Schulkonferenz wirkt auch der Schulträger mit Stimmrecht mit, um die Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Unterrichts- und Erziehungsarbeit zu gestalten. Gerade weil die vorgesehene Doppelnutzung mehrerer Räume eine enge Abstimmung zwischen Schule und Hort erfordert und die Stadt selbst auf die erforderliche Kooperation zwischen Schule und Hort mit konzeptionellem Zusammenhang zum Unterricht verweist, müsste die Schulkonferenz vor einer Grundsatzentscheidung des Stadtrates eingebunden sein.

Auch die Schulleitung sieht nach unseren Informationen den Zeitplan an zu eng an und hat noch offene Fragen, die geklärt werden sollten, bevor ein Beschluss gefasst wird.

3. Darüber hinaus ist die aufsichtsrechtliche Grundlage noch nicht gesichert. Nach § 45 SGB VIII bedarf der Betrieb der Einrichtung einer Erlaubnis, die der Träger vor der Betriebsaufnahme einzuholen hat. Insbesondere erfordert auch die räumliche Verlegung einer Einrichtung eine neue, standortbezogene Betriebserlaubnis, und der Betrieb ohne die erforderliche Erlaubnis ist ordnungswidrig. Auch die Stadt selbst macht den Start zum 26.10.2026 vom Vorliegen der Betriebserlaubnis abhängig. Für die Kinder und ihre Familien muss abhängig vom Ausgang des Erlaubnisverfahrens die Betreuung lückenlos gesichert bleiben.

4. Nach den uns vorliegenden Informationen haben wir auch Zweifel, ob die Beteiligungsrechte des Personalrats nach dem Sächsischen Personalvertretungsgesetz bei den beabsichtigten personellen Einzelmaßnahmen vor der Entscheidung des Stadtrates gewahrt wurden.

5. Den Änderungsvertrag werden nicht alle Eltern in der gegenwärtigen Form unterzeichnen. Der Entwurf enthält noch unbeschriftete Felder für den maßgeblichen Zeitpunkt und das Inkrafttreten, die vor einer Unterschrift vollständig ausgefüllt sein müssen.

6. Zudem bitten wir um schriftliche Auskunft zu folgenden Punkten:

  • Wann wurde der Antrag auf Erteilung der Betriebserlaubnis für den neuen Standtort beim Landesjugendamt gestellt?
  • Bestehen zwischen Stadt und Landesschulbehörde bzw. Grundschule bereits Vereinbarungen zur Doppelnutzung der Räume und Außenflächen?
  • Was geschieht konkret, wenn die Betriebserlaubnis nicht bis zum 26.10.2026 vorliegt, und welche Rückfalllösung ist hierfür vorgesehen?
  • Wir um Erläuterung, auf welcher rechtlichen Grundlage die Unterschrift unter dem Änderungsvertrag bereits zum 30.09.2026 erforderlich sein soll, um die „Versicherung“ der Kinder am neuen Betreuungsort sicherzustellen, obwohl Stadtratsbeschluss und Betriebserlaubnis noch ausstehen.
  • Schließlich bitten wir um Beantwortung der > FRAGEN

Wir werden morgen Abend an der öffentlichen Sitzung teilnehmen und die uns zustehende Bürgerfragestunde nutzen, um unsere Anliegen zu vertreten. Außerdem haben wir heute bereits das zu Ihrer Information beigefügte Schreiben an die Rechtsaufsichtsbehörde geschickt und um kommunalaufsichtliche Prüfung der zahlreichen offenen Fragen gebeten.

Wir bitten Sie höflich, diese Email sofort allen Mitgliedern des Stadtrates zur Kenntnis zu geben und uns möglichst bereits vor der Sitzung – jedenfalls aber in der Sitzung – eine Rückmeldung zu unseren Fragen zukommen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
die Elternbeiräte«

22.09.2026. Auf der Stadtratssitzung beschließen die 14 anwesenden Stadträte einstimmig die Umverlegung des Hortes an die Grundschule am Amtsberg 20.

Familienwanderung rund um die Talsperre Sosa

22.08.2026. Sechs Kinder, zehn Erwachsene und jede Menge Entdeckerlaune – so starteten wir unsere Familienwanderung an der Talsperre Sosa. Los ging’s zunächst mit Regen, aber später kam zum Glück die Sonne heraus.
Unser erstes Highlight war der Besuch der Schauköhlerei. Dort wurde uns anschaulich erklärt, wie aus Holz Holzkohle entsteht. Besonders spannend war der Besuch der Werkstatt mit dem alten Werkzeug – da gab es für Groß und Klein einiges zu entdecken.
Anschließend ging es auf unsere etwa 6 km lange Rundwanderung um die Talsperre. Rechts und links des Weges gab es immer wieder etwas zu entdecken: verschiedene Pflanzen, interessante Steinformationen und sogar einen „Froschkönig“. Kleine Spiele unterwegs sorgten zusätzlich für Spaß bei den Kindern.
An der Staumauer gab es dann noch spannende Informationen zur Geschichte und Bedeutung der Talsperre. Die Talsperre Sosa wurde von 1949 bis 1952 erbaut. Die beeindruckende Staumauer ist rund 55 Meter hoch und gilt als die zuletzt errichtete Bruchsteinmauer Deutschlands. Sie dient vor allem der Trinkwasserversorgung und dem Hochwasserschutz. Da es sich um eine Trinkwassertalsperre handelt, sind Baden, Angeln und Bootfahren verboten.
Nach rund 6 Kilometern, vielen Entdeckungen und jeder Menge frischer Luft ging es zum gemütlichen Abschluss in den Meiler. Ein rundum schöner Familientag mit Natur, Bewegung, interessanten Informationen und viel gemeinsamer Zeit. Regen am Anfang, Sonne später – und ganz viel Spaß dazwischen!

Antje Sünderhauf

Sommerferien 2026 – 6 Wochen voller Erlebnisse

In den Sommerferien 2026 war bei uns in der Kita jede Menge los. Unsere Herbstwichtel, Winterwichtel und Hortkindern erlebten gemeinsam abwechslungsreiche Ferientage, an die sie sich noch lange erinnern werden.
Ein besonderes Highlight waren unsere Spielzeugtage. Jedes Kind durfte sein Lieblingsspielzeug von zu Hause mitbringen und es den anderen zeigen. Natürlich wurde auch fleißig gemeinsam gespielt. Kreativ ging es beim Basteln von Schlüsselanhängern zu. Mit viel Freude und Fantasie entstanden tolle kleine Kunstwerke. Auch beim Muffins backen oder Obstsalat herstellen, konnten die Kinder tatkräftig mithelfen. Anschließend schmeckten die selbst gebackenen Muffins und der Obstsalat natürlich besonders lecker.

Für Abwechslung sorgten unsere zahlreichen Ausflüge. Wir erkundeten den Moosmännleinweg in Schöneck und hatten dabei viel Spaß in der Natur und beim Lösen der Aufgaben. Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug zur Sommerrodelbahn in Klingenthal. Jedes Kind durfte dreimal fahren und bei jeder Fahrt war viel Spaß und gute Laune dabei. Bei unserem Kinotag in der Kita mit Popcorn konnten wir es uns gemütlich machen und verfolgten mit Spannung unseren Film „Rio 2“. Außerdem gönnten wir uns ein leckeres Eis beim Behrendt Bäcker. Sportlich wurde es in der Kegelbahn im „Gasthof zum Walfisch“. Hier stellten wir unsere Kraft und Geschicklichkeit unter Beweis. Auch das Rätseln durfte nicht fehlen. Beim Rätselspaß konnten die Kinder ihr Wissen und ihre Kombinationsfähigkeit unter Beweis stellen. Ein ganz besonderes Erlebnis war unser Besuch der Kunstwandelhalle in Bad Elster. Dort erfuhren wir, was eine Ausstellung überhaupt ist und konnten Kunst einmal aus nächster Nähe erleben. Bei der Buchlesung mit Ute Gallert vom „König Albert Theater“, bei der die Kinder bei verschiedenen Aktionen rund um das Buch von Ottfried Preußler „Die kleine Hexe“ mitmachen durften.
Sehr spannend war auch unser Waldtag mit unserem Waldpädagogen Ralf Glaß. Gemeinsam entdeckten wir die Natur, lernten Neues über den Wald und konnten viele interessante Dinge beobachten.

Ein weiterer wichtiger Teil unserer Ferien war das Üben für die Zwoticher Kirmes. Mit viel Freude und Engagement bereiteten sich die Kinder auf ihr Programm vor. Musikalisch unterstützt wurden wir diesmal vom Stadtmusikdirektor Rico Schneider und seinem Akkordeon.

Unsere sechs Ferienwochen waren gefüllt mit Kreativität, Bewegung, Natur, Kultur und vor allem ganz viel gemeinsamer Zeit. Wir haben gelacht, gespielt, gelernt, gebastelt und viele schöne Erinnerungen gesammelt. Was für ein schöner Sommer! Wir freuen uns schon auf die nächsten gemeinsamen Abenteuer. An dieser Stelle möchten wir allen Beteiligten ganz herzlich danken, die diese Ferien zu einem besonderen Erlebnis werden ließen.

Antje Sünderhauf

Freistaat fördert Familienurlaub

Pro Kalenderjahr ist im Freistaat Sachsen ein Urlaubsaufenthalt für die Dauer von sieben bis vierzehn Tagen förderfähig für Eltern und Alleinerziehende mit ihren Kindern oder Pflegekindern. Die Unterlagen sind spätestens einen Monat nach Beendigung des Urlaubs bei der Antragstelle einzureichen. Im Informationsblatt erhalten Sie alle Informationen.

> DOWNLAD Informationsblatt Familienerholung 2026

Obervogtländische Theatertage- ein gelungenes Event

Die Obervogtländischen Theatertage, veranstaltet vom Heimatverein Zwota e.V., boten Ende Juni und Anfang Juli 2026 ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt.
Den Auftakt bildete am 26. Juni ein humorvoller Theaterabend im „Gasthof Zum Walfisch“. Verschiedene Theatergruppen aus der Region – darunter die Theatergruppe Gunzen, die Bratnfeller Roggenstumleit, der Sapperlandverein Carlsfeld, die Waldbühne Zwota, die Sagentruppe Zwota und das Theaterdorf Zwota – begeisterten das Publikum mit ihren Darbietungen. Musikalisch wurde der Abend von Rico Schneider am Akkordeon und dem Tubatalent Fabian umrahmt. Durch das Programm führte Holger Deglau. Als Anerkennung erhielt jede Theatergruppe einen Pokal. Der Wanderpokal ging an die Theatergruppe Gunzen, die damit zugleich Ausrichter der nächsten Obervogtländischen Theatertage wird.

Am 27. und 28. Juni begeisterte die Waldbühne Zwota mit ihrer Inszenierung des „Räuber Hotzenplotz“. Am 2. Juli führten die Zwoticher Waldwichtel im Gasthof „Zum Walfisch“ das Stück „Das Geheimnis des funkelnden Zauberbaumes“ auf. Im Anschluss fand auf dem Gelände der Kindertagesstätte ein buntes Familienfest mit zahlreichen Mitmachangeboten statt. Dazu gehörten eine Bewegungsstrecke, Kindertattoos, Torwandschießen, Abzeichenangeln, Kinderreiten, Apfeltauchen gegen Ponys sowie Tauziehen gegen ein Pferd. Für ein besonderes Erlebnis sorgte außerdem das Stockbrotbacken mit Danny Adler von der Freiwilligen Feuerwehr Zwota. Für das leibliche Wohl war traditionell der Heimatverein Zwota e.V. verantwortlich.

Die Veranstalter blicken auf rundum gelungene Obervogtländische Theatertage zurück und bedanken sich herzlich bei allen mitwirkenden Theatergruppen, dem Heimatverein Zwota e.V., Rico Schneider und Fabian, Sophia Adler mit ihren Pferden, Frank Behrendt für das Sponsoring des Stockbrotteiges sowie der Veranstaltungstechnik Morgner, die für den guten Ton sorgte.